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Sicherheitsglas

An vielen Orten muss eine Glasscheibe mehr leisten als nur einen guten Dämmwert, denn gerade beim Thema Sicherheit sind Bauherren und Renovierer sensibilisiert. Sicherheitsgläser sind unter anderem auch in Autos verbaut. Kommen sie im Fenster zum Einsatz, sollten sie auf Schulhöfen oder in unmittelbarer Nähe von Sportplätzen immer auch ballwurfsicher sein und ein sicheres Bruchverhalten aufweisen. Natürlich bedarf es auch in Sporthallen oder in sicherheitsrelevanten Bereichen von Kliniken und öffentlichen Gebäuden eines speziellen Glases.

Doch auch im Eigenheim wird immer häufiger Sicherheitsglas verbaut. Zum Beispiel bei Kinderzimmer-Fenstern, bei Balkonen und Terrassen mit Glaselementen sowie bei Duschen und Türen aus Glas. Sicherheitsgläser sind also längst in unserem Alltag angekommen und spielen eine wichtige Rolle. DAS RICHTIGE FENSTER beschäftigt sich als Ratgeberportal mit den unterschiedlichen Schutzklassen und erklärt die beeindruckenden Eigenschaften von Sicherheitsgläsern. 

Einscheibensicherheitsglas: Was bedeuten ESG und ESG-H?

Einscheibensicherheitsglas (ESG) gibt es in zwei verschiedenen Varianten: ESG und ESG-H. ESG ist als thermisch vorgespanntes Flachglas definiert. In der Produktion wird durch eine spezielle Wärmebehandlung und Abkühlung ein charakteristischer Eigenspannungszustand herbeigeführt, der das Glas belastbar macht und im Schadensfall in stumpfe Krümel zerfallen lässt. Eine Sonderform stellt das ESG-H dar. Dies kommt besonders in der Fassadengestaltung und bei der farblichen Anpassung von opaken Fassadenelementen zum Einsatz.

Aber auch im Interieur-Bereich spielt es eine immer größere Rolle. Ganzglasduschen und Trennwände im Badbereich werden häufig ebenfalls aus ESG-H gefertigt. Der Unterschied zwischen diesen beiden Varianten liegt also auf der Hand. ESG-H wird dort eingesetzt, wo thermische Belastungen durch Sonneneinstrahlung oder Umgebungstemperatur besonders hoch sind, weil es durch eine zweite thermische Behandlung noch besser mit Temperaturunterschieden umgehen kann. DAS RICHTIGE FENSTER empfiehlt hierfür die SEMCO DUR Produktreihe.

 

Verlässlichkeit: Verbundsicherheitsglas (VSG)

Wer zwischen den Sicherheitsgläsern ESG und VSG wählen muss, hat oft die Qual der Wahl. In einigen Bereichen ist der Einsatz durch Verordnungen oder Normen vorgeschrieben. Bauherren müssen sich dennoch oft zwischen den beiden Sicherheitsglas-Typen entscheiden. Die gute Nachricht: Beide Arten gelten im Sinne des Bauordnungsrechts als „Gläser mit sicherem Bruchverhalten“. Beim Einsatz als konstruktives Bauelement gewährleistet VSG im Zerstörungsfall Reststandsicherheit bzw. Resttragfähigkeit über eine definierte Zeit, welche die raumabschließende Wirkung sicherstellt bzw. in begrenztem Umfang noch Lasten aufnehmen kann. 

In Gesprächen mit DAS RICHTIGE FENSTER empfahlen Bauherren und Bauleiter das Sicherheitsglas SEMCO SAFE. Das Verbundsicherheitsglas bietet einen sicheren Schutz gegen Gewalteinwirkung. Möglich machen das die unterschiedlichen Stärken von Float- oder Einscheibensicherheitsglas (ESG) in Kombination mit Verbundfolie. Die einzelnen Scheibensegmente werden dazu unter hohem Druck miteinander verbunden und zu einem hochwertigen Sicherheitsglas gefertigt. 

Tipp: Förderungen für Kunststofffenster mit Einbruchschutz

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Einzelmaßnahmen an Deinem Fenster. Hier findest du weitere Informationen dazu.

Schutzklassen

Aufgrund immer professioneller zu Werke gehender Einbrecher empfiehlt es sich, nicht nur Rahmen, Beschläge und Schlösser einbruchsicher zu planen, sondern auch bei der Verglasung von Anfang an auf eine möglichst hohe Schutzklasse zu setzen. Je nach Scheibenaufbau reicht die Leistungspalette von Sicherheitsgläsern von der privaten Einbruchsicherung bis zum Personen- und Objektschutz mit unterschiedlichen Widerstandsklassen. Spezielle Anforderungen an Glasscheiben müssen zum Beispiel im hochwertigen Einzelhandel oder in besonders schutzbedürftigen öffentlichen Einrichtungen realisiert werden.

Splitterschutz, Glasbruch und Alarm

Zur Vermeidung von Splitterbildung bei Glasbruch wird auf der Scheibenrückseite häufig eine Sicherheitsfolie aufgebracht. Alternativ kann auch ein Verbundsicherheitsglas eingesetzt werden. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig. So zum Beispiel im Interieurbereich als Spiegel. In Isolierverglasungen wird VSG zur Splitterbindung eingesetzt. Dies ist eine zusätzliche Eigenschaft der zäh-elastischen PVB-Folie, die zum Laminieren verwendet wird. Der Splitterschutz ist somit ein Nebeneffekt von Einbruchsicherung oder Schallschutz. Wird nur eine Splitterschutzfolie eingesetzt, ist das Produkt kein VSG, sondern weist lediglich ein ähnliches Bruchverhalten gemäß EN 12600 auf. Monogläser mit Splitterschutzfolie können genau wie VSG geschnitten und weiterverarbeitet werden. 

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