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Richtiges Lüften im Winter

Autor: Jessica Maier

Inhalt: Richtiges Lüften

In der kühlen Jahreszeit ist die Luft in beheizten Innenräumen oft schlecht. Es ist stickig, warm und im schlimmsten Fall werden wir müde und bekommen Kopfschmerzen. Das ist nicht überraschend. Schließlich stoßen wir mit jedem Atemzug Kohlendioxid aus, welches sich in der Raumluft ansammelt. Und je mehr Leute sich im Raum aufhalten, desto schneller ist die Luft verbraucht. In den meisten Fällen sind beschlagene Fenster die Konsequenz – wir lüften also. Mindestens genauso viele Menschen beklagen sich auch immer häufiger über nasse Fenster trotz lüften.

Doch warum ist richtiges Lüften eigentlich so wichtig? Kurz gefasst: weil es gesünder, energieeffizienter und kostengünstiger ist. Doch wie geht richtiges Lüften? Viele Leute wollen die Fenster kippen, andere lüften für 5 – 10 Minuten mit einem geöffneten Fenster und wieder andere stellen im gesamten Wohnbereich alle Fenster für 2 Minuten groß auf

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Wie entsteht Schimmel?

Wer falsch lüftet, fördert die Entstehung von Schimmelbefall an Wänden und damit einhergehende gesundheitliche Probleme. Besonders bei kernsanierten und neuen Bauten ist die Gefahr groß. Moderne, energieeffiziente Gebäude sind so luftdicht, dass keine natürlichen Luftströme mehr durch Ritzen im Mauerwerk in das Haus gelangen. Ein Austausch der Luft ist somit nicht mehr möglich. Wird zusätzlich falsch oder gar nicht gelüftet, gelangt Feuchtigkeit in die Wände – es entsteht Schimmel.

Die Bildung von Feuchtigkeit lässt sich jedoch kaum vermeiden. Durch Waschen und Trocknen von Wäsche, Kochen, Wischen, durch Wasser in Blumenvasen oder Aquarien und besonders durch das Baden und Duschen gelangt viel Feuchtigkeit in unsere Wohnluft. Zusätzlich ist die Aufnahmekapazität von Wasserdampf in der Luft begrenzt. Das zeigt sich besonders dann, wenn Fensterscheiben Kondensat bilden.

Gut gedämmte Fenster verhindern zwar den Wärmeverlust, aber leider auch den Feuchtigkeitsaustausch. Das Beschlagen der Fenster kann durch häufiges, kurzes Lüften, aber auch durch eine hochwertige Verglasung unterbunden werden. Hochwertige Fensterscheiben verhindern ein Abkühlen der inneren Scheiben, sodass Kondensat gar nicht erst entsteht.

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Deine Quicktipps

Um Energie zu sparen, solltest du beim Lüften die Heizungen herunterdrehen, sonst geht auf diese Weise viel Energie verloren. Fenster zum Stoß- oder Querlüften groß auf und das Thermostat entsprechend herunterregulieren. Beachtest du all unsere Tipps, hast du etwas Gutes für die Umwelt, deinen Geldbeutel und deine Gesundheit getan.
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Querlüften, Stoßlüften oder nur auf Kipp

Das Querlüften ist die effektivste Art des Luftaustauschs. Dabei öffnest du die Fenster in zwei gegenüberliegenden Räumen und lässt alle Zwischentüren offen. Vorsicht, falls es draußen windig ist! Aufgrund des Durchzugs können deine Türen mit einem heftigen Schlag vom Wind zugestoßen werden. Türen mit Glasscheiben könnten dabei großen Schaden erlangen.

Am besten stellst du vor dem Öffnen der Fenster einen Türstopper oder etwas anderes Schweres vor die Tür. Und keine Sorge in den kalten Jahreszeiten, die Räume werden schnell wieder warm. Im Winter heizt die gespeicherte Wärme in den Bauteilen die frische Luft wieder auf. Der Luftaustausch ist beim Querlüften meist nach drei bis fünf Minuten abgeschlossen.

Gibt es im Haus oder in der Wohnung keine Fenster, die in etwa gegenüberliegen, bleibt nur das Stoßlüften. Hierbei schließt du die Tür des Raumes, in dem du Stoßlüften willst und öffnest das Fenster komplett. Beim Stoßlüften wird die Luft innerhalb von gut 15 Minuten ausgetauscht. Auch hier sollte bedacht werden, dass die Heizung während des Vorgangs runterreguliert wird.

Über gekippte Fenster zu lüften, ist für die dauerhafte Frischluftzufuhr im Sommer in Ordnung. Für alle anderen Zwecke, also auch den Luftaustausch, ist diese Variante leider gar nicht geeignet. In den kalten Jahreszeiten steigt die Warmluft nach oben und zieht stetig aus den Fenstern hinaus. Das Ergebnis ist, dass die Wohnung auskühlt und Schimmel sich einfacher bilden kann. Um Schimmel durch falsches Lüften zu verhindern, sollte unbedingt das Quer- oder Stoßlüften genutzt werden. Ein Dauerlüften ist hier nicht förderlich.

Du hast Fragen? Hier geht es direkt zur Beratung vom Fachbetrieb.

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Richtig Lüften in den Jahreszeiten

Richtiges Lüften im Frühling und Sommer

Im Frühjahr wechseln sich warme und kalte Perioden oft ab. Ein Lüftungsverhalten ist schwer einzuschätzen und bedarf in manchen Fällen sogar den Einsatz eines Hygrometers. Dieser zeigt die Luftfeuchtigkeit und damit auch an, wann am besten gelüftet werden sollte. Im Sommer und besonders bei hohen Temperaturen solltest du ab dem Vormittag die Fenster geschlossen halten. So kann die warme, teils schwüle Luft nicht in die Wohnung gelangen. Für das Lüften eignen sich am besten die Nacht- oder frühen Morgenstunden.

Richtiges Lüften im Herbst und Winter

Richtig heizen und richtig lüften sind keine Zauberei, denn im Winter arbeiten Lüften und Heizen Hand in Hand. Damit Energie gespart wird und die Kosten gering gehalten werden, lohnt sich ein mehrminütiges Stoßlüften. Vermeide ein Dauerlüften und lüfte nicht mit der Kippstellung der Fenster. Das ist ineffizient und ein Luftaustausch findet kaum statt. Achte darauf, die Heizung oder das Thermostat vor dem Lüften runterzudrehen. Verlässt du die Wohnung für ein paar Stunden, drehe die Heizung etwas runter.

Solltest du über mehrere Tage oder Wochen deiner Wohnung fern bleiben, drehe deine Heizung auf den Stern bzw. auf die Schneeflocke. Damit verhinderst du ein Einfrieren der Heizkörper bei tiefen Temperaturen. Das Halbmondsymbol ist für die Temperatursenkung über Nacht gedacht.

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Weitere Tipps zum Lüften und Wohlfühlen

Um Viren keine Chance zu geben, sich im Haus oder in der Wohnung zu verteilen, solltest du häufig lüften. Besonders, wenn du selbst oder ein Familienmitglied beispielsweise unter einer Erkältung mit Husten oder einem Magen-Darm-Infekt leidet. Denn: sogenannte Aerosole, spätestens seit der Corona-Pandemie vielen ein Stichwort, werden beim Sprechen und beim Atmen in die Luft abgegeben. Mit einem häufigen Luftaustausch senkst du das Ansteckungsrisiko für dich und deine Mitbewohner. Halte außerdem die Tür zu anderen Wohnräumen geschlossen, damit sich die Viren nicht ausbreiten können.

Eines der Ziele beim Lüften ist es, die Luftfeuchtigkeit nach draußen zu leiten. Viele fragen sich hierbei, ob das auch funktioniert, wenn es regnet. Einfache Antwort – auch hier ist es wichtig, zu lüften. Allerdings sollte kein Regenwasser in den Wohnbereich gelangen. Lüfte also am besten mit dem Fenster, bei dem ein Vordach Schutz bietet, oder entgegen der Wetterrichtung.

Wenn wieder Hochsaison der Pollen ist, leiden die meisten Allergiker unter Atemproblemen und Schnupfen. An ein ordentliches Lüften ist hierbei kaum zu denken. Spezielle Lüftungsanlagen können die Pollenkonzentration minimieren, aber nicht verhindern. Abhilfe schafft es, die aktuellen Pollenflugzeiten zu studieren. So sagt man, dass auf dem Land in den Morgenstunden die meisten Pollen fliegen, in der Stadt jedoch am Abend. Es empfiehlt sich demnach, in ländlichen Regionen am Abend zu lüften und in städtischen Gebieten am Morgen.

Lüftungsanlagen und deren Filter müssen dringend regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Im Filter landen sonst abgestorbene Hautschuppen, Tierhaare, Staubpartikel, Pollen aller Arten sowie Bakterien und Viren. Auch die Brandgefahr steigt, da volle Luftfilter erhitzen können. Die Wartung und Reinigung sollte in Intervallen von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.

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