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Pflege & Wartung

Die wichtigsten Tipps für das Reinigen von Kunststofffenstern

Kunststofffenster gelten im Gegensatz zu anderen Fenstertypen grundsätzlich als sehr pflegeleicht. Während Holzfenster nach einer gewissen Zeit neu lackiert werden müssen, ist der Wartungsaufwand bei Kunststofffenstern deutlich geringer. Doch auch bei Fenstern mit Kunststoffrahmen solltest Du auf die richtige Pflege und Wartung achten, damit Funktionalität und Optik so lange wie möglich erhalten bleiben. In diesem Artikel erfährst Du, worauf Du nach dem Einbau Deiner Fenster achten musst und wie Du bei der regelmäßigen Reinigung korrekt vorgehst, um möglichst lange Freude an Deinen Fenstern zu haben.

Inhalt: Tipps zu Pflege und Wartung von Kunststofffenstern

Kunststofffenster reinigen - so geht es
Das richtige Reinigungsmittel für Kunststofffenster

Reinigung von Kunststofffenstern nach dem Einbau

Schon unmittelbar nach dem Einbau Deines neuen Fensters solltest Du ein paar grundlegende Dinge berücksichtigen. In der Regel wird Dir zudem vom Fensterspezialisten eine Pflegeanleitung ausgehändigt, deren Hinweise Du in jedem Fall beachten solltest.

Schutzfolie direkt nach dem Einbau entfernen

Deine Fenster werden für die Lieferung und für die Montage mit einer Schutzfolie versehen. Diese ist nur für die Zeit vor und während des Einbaus vorgesehen. Je länger die Profile mit Schutzfolien der Sonne ausgesetzt sind, desto schwieriger lässt sich die Schutzfolie entfernen. Ab einem gewissen Punkt kannst Du die Folien gar nicht mehr ohne Weiteres abziehen. Daher solltest Du sie spätestens drei Wochen nach der Montage entfernen. So vermeidest Du von Anfang an eine Beeinträchtigung der Oberflächen.

Grundreinigung der Fenster nach der Montage

Trotz Sorgfalt beim Einbau können Verschmutzungen durch Mörtelreste, Bauschaum, Kleister und Klebstoffe auftreten. Daher empfiehlt es sich, dass Du alle Fensterelemente erstmals innerhalb von vier Wochen nach dem Einbau reinigst. Durch die Verbindung von Schmutz und Regenwasser können sich andernfalls Ablagerungen bilden. Wichtig ist, dass Du dabei auf das richtige Reinigungsmittel achtest. Schäden durch falsche Reiniger werden meistens erst nach längerer Zeit sichtbar – ein Schnelltest der Reinigungsmittel an einer unauffälligen Stelle ist daher nicht aussagekräftig und nicht zu empfehlen.

Die meisten Schmutzreste kannst Du von weißen Fensterrahmen unter Beachtung nachfolgender Hinweise problemlos entfernen. Bei Rahmen mit farbigen Folien musst Du deutlich achtsamer bei der Reinigung vorgehen, da Du die Folie sonst beschädigen könntest.

Grundreinigung der Fenster bei Schmutz durch PU-Schaum, Dichtstoffe, Kunstharzputz

  1. Die Oberfläche mit warmem Wasser abspülen
  2. Mit pH-neutralem Spülmittel reinigen und etwa fünf Minuten einweichen
  3. Schmutzige Stellen dabei mehrfach mit warmem Wasser besprühen
  4. Gröbere Verunreinigungen mit einer weichen Bürste vorsichtig entfernen
  5. Nochmals mit warmem Wasser nachspülen
  6. Mit einem trockenen, weichen Tuch abwischen

Grundreinigung von Fenstern ohne Beschichtung bei Schmutz durch PU-Schaum, Dichtstoffe, Kunstharzputz (bei beschichteten Fenstern nur mit größter Vorsicht anzuwenden)

  1. Mit einem halbharten Spachtel Verschmutzungen vorsichtig zur Seite schieben.
  2. Klebstoffreste auf Glasscheiben vorsichtig mit einer schräg gestellten Rasierklinge abtragen.
  3. Fensterrahmen mit einem weichen Tuch feucht nachwischen.
Fenster putzen und reinigen

Die Drei Säulen der Fensterpflege

Mit der korrekten Pflege haben Kunststofffenster eine sehr lange Lebensdauer. Zur Pflege gehören zum einen die regelmäßige Reinigung und Wartung der Fensterteile, aber auch die richtige Handhabung der Fenster beim Öffnen und Schließen.

1. Regelmäßige Reinigung

Die regelmäßige Reinigung der Fensterrahmen solltest Du Dir fest vornehmen, damit die Funktionen und die Stabilität Deines Fensters lange gewährleistet bleibt. Das Entfernen von Schmutz und Dreck ist an allen Teilen des Fensters wichtig. Dazu gehören auch die Fensterbänke, Rollläden und natürlich die Verglasung. Dabei solltest Du stets nur für das Material geeignete Reiniger nutzen, egal welchen Teil des Fensters Du reinigst.

2. Korrekte Wartung

Neben der Reinigung ist die regelmäßige Wartung ein wichtiger Bestandteil der Fensterpflege. Dabei werden zum einen die Dichtungen auf Schäden kontrolliert. Undichte Fenster bieten eine Angriffsfläche für Feuchtigkeit und damit die Gefahr für Schimmelbildung. Außerdem solltest Du die Beschläge mit geeigneten Mitteln besprühen. Mit einer jährlichen Wartung der beweglichen Fensterteile kannst Du die Lebensdauer Deiner Fenster schon erheblich verlängern. 

3. Sorgfältige Nutzung

Wie bei allen Gebrauchsgegenständen ist auch die sorgsame Behandlung ein wichtiger Faktor bei der Fensterpflege. Du solltest Deine Fenster behutsam öffnen unda schließen. Ein zu hoher Kraftaufwand kann dazu führen, dass sich die Beschläge verbiegen oder die Dichtungen beschädigt werden. Ist das Fenster geöffnet, solltest Du den Fensterflügel zudem keinen unnötigen Belastungen aussetzen. Bei sorgfältiger Behandlung verlängerst Du die mechanische Funktionalität und die dämmenden Eigenschaften des Fensters.

So putzt du deine Fenster richtig

Regelmäßige Reinigung und Pflege der Fensterrahmen

Um die Langlebigkeit Deiner Kunststofffenster zu gewährleisten, solltest Du sie regelmäßig reinigen. Spätestens bei sichtbaren Verschmutzungen ist es ratsam, aktiv zu werden.

Allgemeine Verschmutzungen

Hochwertige Kunststoffprofile zeichnen sich u. a. dadurch aus, dass sie besonders pflegeleicht und wartungsarm sind. Natürliche Verschmutzungen, z. B. durch Staub oder Regen, lassen sich ganz einfach beseitigen. Für die Reinigung Deiner Fensterrahmen benötigst Du lediglich ein leichtes Spülmittel, das idealerweise auch noch pH-neutral ist, sowie ein weiches Tuch, mit dem Du die Rahmen abwischst.

Hartnäckige Verschmutzungen

Bei hartnäckigen Verschmutzungen kannst Du einen speziell für PVC-Profile geprüften Reiniger verwenden, z. B. aus der VEKAPRO-Pflegemittelserie. Alternativ funktioniert die Reinigung auch mit einer pH-neutralen Seife, die vorzugsweise frei von Duft- und Farbstoffen ist. Viele Reinigungsmittel sind bei kurzem Kontakt unproblematisch, können das Profil bei längerer Einwirkung jedoch schädigen. Auch bei hartnäckigen Verschmutzungen solltest Du also alle Rückstände des Reinigungsmittels mit klarem Wasser abspülen.

Im Zweifel kontaktierst Du einfach Deinen Fensterlieferanten. Dieser gibt Dir detaillierte Informationen zur Beständigkeit von Fensterprofilen und konkrete Empfehlungen zur korrekten Reinigung Deines Fensters. In der Regel hat Dir Dein Lieferant schon nach dem Einbau ein entsprechendes Reinigungsmittel mitgegeben, das optimal für die Reinigung Deiner Rahmen ist.

Dichtungen kontrollieren

Neben den Fensterrahmen solltest Du auch die Dichtungen des Fensters regelmäßig säubern. Die Dichtungen halten Zugluft und Wasser ab und verfügen über eine lange Lebensdauer, vorausgesetzt Du kontrollierst und pflegst sie entsprechend. Für die Reinigung reichen auch hier ein feuchtes Tuch und ein Gemisch aus Wasser mit einem milden Reinigungsmittel.

Um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, empfehlen wir Dir zudem, die Versiegelungsfugen zwischen Blendrahmen und Mauerwerk zu kontrollieren. Bei Rissen oder Ablösungen der Fugen solltest Du Dich schnellstmöglich an Deinen Fensterlieferanten oder an einen Fachbetrieb in Deiner Nähe wenden.

Geeignete Reinigungsmittel
Nicht geeignete Reinigungsmittel
  • Handelsübliches Geschirrspülmittel (idealerweise pH-neutral)
  • Milder, neutraler Universalreiniger
  • Reiniger vom Fensterbauer
  • Alkoholfreie Glasreiniger
  • Klares Wasser
  • Oberflächenzerstörende Scheuermittel oder Chemikalien wie:
    • Nitro-Verdünnung
    • Benzin
    • Essigsäure
    • Nagellackentferner
    • Alkohol (auch nicht als Inhaltsstoff in Reinigungsmitteln)
  • Reinigungsmittel mit Orangen- oder Zitronenaroma
  • Ammoniakhaltige Mittel
  • Salmiakgeist
  • Schwefelhaltige Mittel wie Fliesenreiniger
  • Sandige und schleifende Reinigungsmittel
  • Hilfsmittel wie Stahl-/ Scheuerschwämme, harte Bürsten oder Topfreiniger
Kunststofffenster reinigen: Beschläge prüfen

Regelmäßige Wartung der Beschläge

Bei einer regelmäßigen Wartung bleiben auch technisch ausgereifte und hochwertige Beschläge voll funktionsfähig. Es reicht, wenn Du alle beweglichen Beschlagteile einmal jährlich mit säure- und harzfreiem Fett oder Öl schmierst, z. B. mit VEKAPRO EasySpray. Zudem kannst Du die Befestigungsschrauben Deiner Fenster nachziehen, wodurch ein einwandfreies Öffnen der Fenster länger möglich ist.

Fachbetrieb für die Nachjustierung

Nach einigen Jahren kann es trotzdem passieren, dass die Beschläge nach schwerer Beanspruchung nachjustiert werden müssen. Dazu solltest Du in jedem Fall einen Fachbetrieb in Deiner Nähe kontaktieren. Dieser stellt die mechanisch wichtigen Bauteile entsprechend nach.

FAQs zu Fensterpflege und Wartung

Kunststofffenster reinigen: Darauf musst du achten.

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